

Beim Fahrzeug ist kein Umbau nötig!
Grundsätzlich kann man alle Nutzfahrzeuge mit einem Gemisch bis 30% Biodiesel (B30) betanken. Je nach Fahrzeugtyp auch reiner Biodiesel (B100).
Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass Personenwagen ab Jg. 2004 ebenfalls bis zu 30% Biodiesel ohne Probleme vertragen.
Reiner Biodiesel (aus Altpflanzenöl) ist nicht Winterfest. Die Wintertauglichkeit kann durch Zugabe von Additiven oder beimischen mit Mineralöldiesel erreicht werden.
Betreffend dem Sicherheitsaspekt (Transport und Lagerung) hat der Biodiesel einen grossen Vorteil gegenüber dem Mineralöldiesel. Biodiesel hat einen Flammpunkt von über 110° C und weitere Merkmale, die ein geringes Gefährdungspotential ausweisen.
Biodiesel ist deshalb kein Gefahrengut!
Bei der Lagerung ist die Lagerdauer zu beachten. Biodiesel kann problemlos acht bis neun Monate gelagert werden. Bei Lagerung über eine längere Zeit sind Additive notwendig.
Alte Lagertanks die eventuell eine Innenbeschichtung haben sind zu prüfen, da gewisse Schutzfarben vom Biodiesel aufgelöst werden können.
Biodiesel ist kein Mineralöldiesel! Deshalb müssen beim Einsatz seine Besonderheiten beachtet werden.
Wenn ein Fahrzeug längere Zeit mit normalem Diesel betrieben wurde und nun auf Biodiesel oder Biodieselgemisch gewechselt wird, ist ein Wechsel des Kraftstofffilters nach der zweiten oder dritten Tankfüllung nötig.
Da sich Biodiesel wie ein Lösungsmittel verhält, werden Dieselkraftstoffrückstände in den Leitungen gelöst und Verstopfen langsam den Kraftstofffilter. Der Dreck im Filter kann durch den Filterwechsel vollständig entfernt werden.
Bei der Nutzung von 100% Biodiesel sollte man regelmässige Kontrollen des Kraftstoffsystems durchführen. Gegebenenfalls können angegriffene Gummi oder Kunststoff-Materialien die nicht Biodieselresistent sind, preiswert und schnell Ausgewechselt werden.
Ein letzter Hinweis betrifft noch die Ölwechselintervalle. Bei höheren Beimischraten (über 20/30%) verkürzen sich je nach Fahrzeug die Ölwechselinterwalle. Wenn man beabsichtigt mit hohem Biodiesel-Anteil oder mit reinem Biodiesel zu fahren, unbedingt vorzeitig genaue Informationen betreffend Ölwechselintervalle vom Hersteller verlangen.
Obwohl die Dichte von Biodiesel geringfügig von der des mineralischen Dieselkraftstoffes abweicht, sind beide Kraftstoffe aufgrund ihrer ähnlichen chemischen Struktur in allen Verhältnissen mischbar. Diese Mischung ist stabil und mit mechanischen Mitteln nicht trennbar.
Das Mischen von Mineralöldiesel und Biodiesel muss ab 30% Bioanteil jedoch mechanisch erfolgen.