Herstellung

Seit Beginn der Produktion setzen wir Altpflanzenöle ein, das ist ein Gemisch von gebrauchtem Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Palmöl etc. Das sind jedoch nicht irgendwelche gebrauchte Öle, sondern mit grosser Sorgfalt auf den qualitativen Wert ausgewählte Rohstoffe. Das Altpflanzenöl wird vor der Verarbeitung bei unseren Lieferanten speziell aufbereitet und gereinigt.

Beispiel für ein mögliches Verfahren einer Umesterung

Um aus dem reinen Pflanzenöl ein leistungsfähigen Biodiesel herzustellen, ist eine so genannte „Umesterung“ notwendig.
Für eine erfolgreiche Umesterung werden folgende Prozesse durchgeführt:

  1. Das Pflanzenöl wird als erstes auf ca. 50° - 60°C in einem Behälter aufgeheizt.
  2. Dann dosiert man etwa 10 bis 15% Methanol (% je nach Verfahren) zum aufgewärmten Pflanzenöl hinzu.
  3. Anschliessend muss Kaliumhydroxid KOH (Bsp. gemischt 30% KOH in Methanol, flüssig) in kleiner Menge von ca. 5% dazu gegeben werden.
  4. Nach der Zugabe wird das Öl mit der Chemie durch mechanisches Rühren und Umwälzen gut vermischt. Somit erzeugt man eine Reaktion der Biomasse.
    Reaktion (Umesterung) = Die Esterbindungen der Triglyceride des Pflanzenöls werden getrennt und die Fettsäuren dann mit dem Methanol verestert. Resultat: Biodiesel
  5. Der Methylester bzw. Biodiesel wird dann unberührt gelagert. Nach einigen Stunden setzt sich unten das entstandene Glycerin, ca. 10%, via Schwerkraft ab. Man nennt diese Phase Sedimentation. Das angefallene Glycerin wird dann in einen separaten Tank gepumpt.
    Glycerin ist das Nebenprodukt der Herstellung und kann in der Pharma-Industrie, in der Kunststoff- und Lackindustrie und zur Feuchthaltung von Tabak oder in Biogas-Anlagen wieder verwendet werden.
  6. Der nun vom Glycerin befreite Biodiesel muss jetzt gereinigt bzw. gewaschen werden. Grund: Der Biodiesel enthält trotz der Sedimentation noch einen sehr kleinen Anteil von Glycerin und Methanol/KOH.
    Die häufigste Art der Nachbehandlung ist den Biodiesel mit Wasser zu waschen; Dabei wird ca. 25% Wasser in Form von Sprühnebel ganz fein auf den Biodiesel im Tank gespritzt. Da Wasser schwerer ist als Biodiesel, sinkt das Wasser durch den Biodiesel durch und nimmt dabei den restlichen Glycerin- und Chemie Anteil mit (Glycerin und Methanol/KOH bindend sich an Wasser).
    Nach diesem Prozess kann das Abwasser gleich, wie das Glycerin bei Phase 5., unten abgezogen werden.
  7. Danach muss der Biodiesel noch „getrocknet“ werden, da es häufig noch Tröpfchengrosse Wasserrückstände im Biodiesel hat. Diese Wasserrückstände werden durch Aufheizen des Biodiesels entfernt bzw. komplett verdampft.
    Der Biodiesel ist nun verkaufsbereit. Bei korrektem Umesterungsprozess mit entsprechendem Rohmaterial erreicht man die Standart-Norm EN 14214.

Webdesign OneByte